Berufsorientierung an der Erich Kästner Gemeinschaftsschule

Berufsorientierung an der Erich Kästner Gemeinschaftsschule

Weinstadt. Der erste Jahrgang der Erich Kästner Gemeinschaftsschule absolviert die Berufsorientierungswoche im Raum Stuttgart, in Waiblingen und im Rems-Murr-Kreis.

Die Berufsorientierung von Jugendlichen ist einer der wichtigsten Bildungsaspekte von Schulen in Baden-Württemberg. Durch die Einführung der Leitperspektive „Berufliche Orientierung (BO)“ im Bildungsplan 2016 und das Fach „Wirtschaft-, Berufs- und Studienorientierung (WBS)“ ab Klasse 7 steigt die Bedeutung der Verknüpfung von Unterricht und Arbeitswelt. Aus diesem Grund dürfen jedes Jahr Jugendliche ab der 8. Klasse Praktika in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen machen.

In diesem Jahr konnten die Schülerinnen und Schüler des ersten Gemeinschaftsschuljahrganges der Erich Kästner Schule vom 01. bis zum 05. April ihre ersten Erfahrungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern sammeln. Diese waren sehr breit gefächert: Von Industrie- und Kfz-Betrieben über Dienstleister wie Friseure und Barbiere bis hin zu klassischen Einzelhändlern war alles dabei.

Dieses Schuljahr waren viele Schülerinnen und Schüler, vor allem im Vergleich zu den letzten Jahrgängen aus der Werkrealschule, in öffentlichen Einrichtungen tätig. Wie zum Beispiel Matino Beyrer, der seine Praktikumswoche in einer Kindertagesstätte in Endersbach verbrachte. Der sportinteressierte Schüler erkundete ein Berufsfeld, bei dem er seine soziale Ader unter Beweis stellen konnte. Zudem brach er mit seiner Entscheidung, das Praktikum in einem eher frauendominierten Beruf zu absolvieren, das klassische Rollenbild der „Kindergärtnerin“.

Edina Hopf absolvierte ebenfalls ihr Praktikum in einer öffentlichen Einrichtung. Sie war in der öffentlichen Verwaltung eines Rathauses im Rems-Murr-Kreis tätig und empfand die Arbeitswoche als sehr positiv. „Viele denken, dass man im Rathaus nur im Büro sitzt und Papierkram erledigt. Aber man kommt erstaunlicherweise oft mit den Bürgern in Kontakt, vor allem bei Außendienstaufträgen. Das hat mir am meisten Spaß gemacht.“, berichtet Edina.

Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen über zwei Schuljahre verteilt insgesamt drei Berufsorientierungswochen. Das nächste Praktikum findet am Ende des Schuljahres statt, das letzte folgt zu Beginn des 9. Schuljahres. In jeder dieser drei Praktikumswochen werden die Schülerinnen und Schüler jeweils von einem ihrer Klassen- oder Fachlehrer besucht, was der Schule ganz besonders am Herzen liegt. „Es ist schön, die Jugendlichen in einem komplett anderen Umfeld zu erleben. Vor allem für leistungsmäßig schwächere Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, positive Erfahrungen zu sammeln und diese Erfolge der Lehrkraft zu zeigen“, sagt Konrektorin Katja Zielfleisch.

Die Erich Kästner Gemeinschaftsschule legt viel Wert darauf, dass die Jugendlichen die Berufserfahrungen in unterschiedlichen Bereichen sammeln, damit sie besser abschätzen können, in welchem Feld sie sich eine berufliche Zukunft vorstellen können. Überdies ermöglichen ihnen die verschiedenartigen Praktika Kontakte zu knüpfen und ihren persönlichen Horizont zu erweitern.

Kontakt

Tel.: 07151/969480
E-Mail: poststelle_at_eks-weinstadt.schule.bwl.de